7 von 10 Straftaten werden aufgeklärt – die Polizei in Ingolstadt kann eine hohe Quote vorweisen. Sie liegt mit 70 Prozent über dem bayerischen Durchschnitt. Heute wurde die Kriminalstatistik für das vergangene Jahr vorgestellt. Insgesamt gab es über 9.900 Straftaten, das ist ein leichter Anstieg (1,6%). Am meisten wurden Diebstähle (2.680) gemeldet, die gehen aber insgesamt auch zurück. Hingegen wird wieder mehr eingebrochen. Hauptursache dürfte hier aber im vergangenen Jahr eine Tätergruppe gewesen sein. Sie wurde allerdings im Frühjahr geschnappt. Insgesamt könnten sich die Bürgerinnen und Bürger in Ingolstadt weiterhin sicher fühlen, so das Fazit.
Hier weitere Zahlen aus der Kriminalstatistik:
Die Zahl der einfachen Körperverletzungen im öffentlichen Raum stieg nach dem Rückgang im Vorjahr auf 589 Taten (+10,7%) an. Bei einer langfristigen Betrachtung ist jedoch ein deutlicher Rückgang festzustellen; es wurden 370 Delikte weniger als noch vor 10 Jahren begangen.
Sinkende Fallzahlen weist auch die Deliktsgruppe der gefährlichen und schweren Körperverletzungen im öffentlichen Raum auf. Hier wurden mit 173 Fällen 39 weniger als im Vorjahr registriert, was einen Rückgang um 18,4% bedeutet.
Die Anzahl der Raubdelikte, bezogen auf das gesamte Stadtgebiet, verringerte sich um 19 Taten auf 49 Fälle (-27,9%). Der sog. Straßenraub, darunter ist der „klassische“ Raub auf öffentlicher Straße zu verstehen, sank von 21 auf 4 Delikte. Die Aufklärungsquote bei den Raubdelikten konnte auf 83,7 Prozent gesteigert werden, was den höchsten Wert der letzten zehn Jahre darstellt.
Anstiege sind insbesondere bei den Betrugsdelikten, hier vor allem die Beförderungserschleichungen, sowie Beleidigungen und Hausfriedensbrüchen zu verzeichnen.
Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ging zurück und sank um 10,1 Prozent auf 223 Taten.