Nach Abschluss einer genetischen Untersuchung steht jetzt fest: das Reh, das Mitte Januar im Landkreis Pfaffenhofen tot gefunden wurde, ist von einem Wolf gerissen worden. Das hat das Bayerische Landesamt für Umwelt bestätigt. Damit gilt das Gebiet rund um die Gemeinde Eckersberg als Fördergebiet für vorbeugenden Herdenschutz. Wolfssichere Zäune und der Einsatz von Herdenschutzhunden kann in dem Bereich finanziell gefördert werden. Das Landratsamt Pfaffenhofen empfiehlt die bestehenden Maßnahmen zum Schutz vor Wölfen zu überprüfen und wenn nötig zu ergänzen.
Außerdem gibt es Verhaltensregeln für Spaziergänger:
• Ruhe bewahren; Wölfe meiden den Menschen in der Regel.
• Hunde konsequent anleinen, insbesondere in Weide- und Waldrandbereichen.
• Keine Tiere anfüttern, verfolgen oder bedrängen.
• Bei einer Sichtung ruhig weitergehen, nicht stehen bleiben oder davonlaufen.
• Auffällige Beobachtungen dem Landratsamt oder der Polizei melden; keine Spekulationen über soziale Medien
verbreiten
Hinweise für Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter:
• Nutzung der ausgewiesenen Herdenschutzförderung (z. B. wolfssichere Zäune, Herdenschutzhunde).
• Regelmäßige Kontrolle und Instandhaltung der Zäune.
• Prüfung von Nachtpferchen oder engere Zusammenstellung der Tiere, insbesondere bei Jungtieren.
• Kadaver und Nachgeburten umgehend und fachgerecht entsorgen.
• Riss- oder Verdachtsfälle unverzüglich melden, um eine zeitnahe Begutachtung zu ermöglichen.
• Beratungsangebote des Landratsamts und der Fachstellen in Anspruch nehmen.
Weitere Informationen zu Fördervoraussetzungen, geeigneten Schutzmaßnahmen und Ansprechpartnern stellt das LfU bereit. Das Landratsamt unterstützt Tierhalterinnen und Tierhalter bei Fragen beratend.